AAM-Schwelle: Was ist die Umsatzsteuerbefreiung, und warum ist sie wichtig?
17. August 2026 · 5 Min. Lesezeit
Viele kleinere Unternehmer wissen nicht genau, was die Umsatzsteuerbefreiung als Kleinunternehmer (AAM) ist, und warum es sich lohnt, den eigenen Umsatz auch im Hinblick auf diese Schwelle im Auge zu behalten. Wird sie überschritten, ändern sich sofort sowohl der Verwaltungsaufwand als auch — in bestimmten Fällen — die Steuerlast.
Was ist die AAM, und für wen gilt sie?
Die Umsatzsteuerbefreiung ist eine Wahlmöglichkeit im Zusammenhang mit der ÁFA (Mehrwertsteuer), die nicht von der Steuerform selbst (Pauschalsteuer, KATA — die Pauschalsteuerregelung für Kleinunternehmer, VSZJA — unternehmerische Einkommensteuer) abhängt, sondern von der Höhe Ihres Umsatzes. Solange Ihr Nettoumsatz innerhalb eines Kalenderjahres unter einer bestimmten Schwelle bleibt, können Sie wählen, keine Umsatzsteuer auf Ihren Rechnungen auszuweisen und keine Umsatzsteuererklärung abgeben zu müssen.
2026 liegt diese Schwelle bei 20 Millionen Ft — diese Grenze wurde in den letzten Jahren in mehreren Schritten angehoben, früher war sie niedriger (2025 waren es 18 Millionen Ft) — wenn Sie also einen älteren Artikel oder ältere Daten lesen, prüfen Sie, auf welches Jahr sich diese beziehen.
Die AAM kommt am häufigsten bei Unternehmern mit Pauschalsteuer zur Sprache, weil diese typischerweise mit geringeren Umsätzen arbeiten und die Pauschalsteuer zusammen mit der AAM die einfachste Verwaltung ergibt. Grundsätzlich kann sie aber auch ein Unternehmer mit VSZJA wählen, solange der Umsatz unter der Schwelle bleibt.
Wichtig: Verwechseln Sie das nicht mit anderen Schwellenwerten:
- Die AAM (20 Millionen Ft) betrifft die Umsatzsteuerbefreiung.
- Die Umsatzgrenze der KATA (die Pauschalsteuerregelung für Kleinunternehmer) (18 Millionen Ft) ist eine völlig eigenständige Regel, die nur für Unternehmer gilt, die sich für KATA entschieden haben.
- Die obere Umsatzgrenze der Pauschalsteuer (2026: 38.736.000 Ft/Jahr) ist wiederum etwas anderes — sie entscheidet darüber, ob Sie die Pauschalsteuer überhaupt als Steuerform wählen können.
Diese drei Zahlen werden leicht verwechselt, aber jede beantwortet eine andere Frage.
Warum ist es wichtig, wenn Sie die AAM-Schwelle überschreiten?
1. Sie werden sofort umsatzsteuerpflichtig
Nicht am Monatsende, nicht ab dem nächsten Jahr — ab genau der Rechnung, mit der Sie die Schwelle überschreiten, müssen Sie bereits eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer ausstellen.
2. Der Verwaltungsaufwand steigt
Als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer müssen Sie eine vierteljährliche (in bestimmten Fällen monatliche) Umsatzsteuererklärung einreichen und die Differenz zwischen geschuldeter und abziehbarer Umsatzsteuer nachverfolgen.
3. Es entsteht eine Meldepflicht
Das Überschreiten müssen Sie innerhalb von 15 Tagen der NAV (die ungarische Steuerbehörde) melden, und auch Ihre Steuernummer ändert sich (die 9. Ziffer).
4. Sie können nicht sofort zurückwechseln
Wenn Sie die Schwelle einmal überschritten haben und umsatzsteuerpflichtig geworden sind, können Sie danach für eine bestimmte Zeit (in der Regel die folgenden zwei Jahre) die Umsatzsteuerbefreiung nicht erneut wählen.
Wie erkennen Sie, dass Sie sich der Schwelle nähern?
Das geschieht meist im Laufe des Jahres. Viele Unternehmer entwickeln sich von Januar bis Juni deutlich besser als geplant und bemerken erst im Sommer, dass sie die 20 Millionen auf Jahresbasis überschreiten könnten. Wenn Sie das rechtzeitig erkennen, haben Sie Zeit, sich vorzubereiten: die Preisgestaltung zu überdenken, Stammkunden zu informieren oder gegebenenfalls von sich aus in die Umsatzsteuerpflicht einzutreten, bevor Sie dazu gezwungen werden.
Ein einfaches Beispiel
Stellen Sie sich einen nebenberuflichen Softwareentwickler vor, dessen geplanter jährlicher Nebenumsatz bei 4-5 Millionen Ft lag, der aber wegen eines großen Projekts Ende Juni bereits bei 10 Millionen Ft steht. Setzt sich dieses Tempo fort, könnte er im November oder Dezember problemlos die 20-Millionen-Grenze überschreiten.
Bemerkt er es rechtzeitig (durch eigene Aufzeichnungen oder ein Tool, das ihn warnt), hat er Zeit zu entscheiden: Bremst er die Auftragsannahme für den Rest des Jahres, oder tritt er bewusst in die Umsatzsteuerpflicht ein und passt Preisgestaltung und Verwaltung entsprechend an?
Wie sollten Sie damit umgehen?
- Verfolgen Sie Ihren Umsatz laufend, nicht nur am Jahresende.
- Planen Sie im Voraus, wenn sich schon im Hochsommer abzeichnet, dass Sie sich der Schwelle nähern.
- Fragen Sie einen Steuerberater, wenn Sie unsicher sind — die konkrete Auswirkung des Überschreitens (Preisgestaltung, Art des Kundenstamms) hängt von Ihrer individuellen Situation ab.
- Nutzen Sie ein Tool, das Ihre Position in Echtzeit im Verhältnis zur Schwelle zeigt, statt dass Sie es erst im Nachhinein bemerken.
Deshalb gibt es in Penzum einen AAM-Tracker: Er zeigt anhand Ihrer Umsatzdaten laufend, wo Sie im Verhältnis zur 20-Millionen-Grenze stehen, und warnt Sie, bevor Sie in kritische Nähe geraten.
Möchten Sie mehr über die Umsatzsteuerbefreiung und die Pauschalsteuer erfahren? Auf der Seite Penzum Hilfe — Pauschalsteuer finden Sie ausführlichere Informationen, einschließlich der Verfolgung der jährlichen Umsatzgrenze.