Wann lohnt sich der Austritt aus KATA, und was passiert danach?
31. August 2026 · 6 Min. Lesezeit
Die Einfachheit der KATA (die Pauschalsteuerregelung für Kleinunternehmer) zieht viele an, aber sie lohnt sich nicht für immer für jeden. Manche wechseln bewusst zu einer anderen Steuerform, andere werden durch die Umsatzgrenze dazu gezwungen. Schauen wir uns beide Fälle an.
Wann lohnt sich ein bewusster Wechsel?
Die feste monatliche Pauschale von 50.000 Ft bei KATA ist dann am vorteilhaftesten, wenn Ihr Umsatz verhältnismäßig hoch ist und der feste Betrag im Verhältnis dazu gering ausfällt. Sinkt Ihr Umsatz dagegen — etwa saisonal oder weil Sie weniger Aufträge haben —, wird der feste Betrag verhältnismäßig zu einer immer größeren Belastung, da Sie ihn auch dann zahlen müssen, wenn Sie in einem Monat kaum Umsatz hatten.
In diesem Fall lohnt sich ein Vergleich mit der Pauschalsteuer (átalányadó): Dort zahlen Sie einen prozentualen Anteil Ihres Umsatzes, sodass bei niedrigerem Umsatz automatisch auch die Belastung niedriger ausfällt. Mit dem Steuerrechner von Penzum können Sie die beiden Formen mit konkreten Zahlen vergleichen.
Was passiert, wenn Sie die Umsatzgrenze überschreiten?
Die jährliche Umsatzgrenze der KATA liegt bei 18 Millionen Ft. Überschreiten Sie diese, müssen Sie auf den darüberliegenden Teil eine Zusatzsteuer von 40% zahlen — das bedeutet nicht automatisch, dass Sie aus der KATA ausscheiden, sondern dass Sie für den die Grenze übersteigenden Betrag eine erhebliche Zusatzbelastung begleichen müssen.
Geraten Sie regelmäßig in die Nähe der Grenze oder haben Sie diese bereits überschritten, lohnt es sich, im Voraus zu planen: ob es im betreffenden Jahr sinnvoll ist, bewusst zu einer anderen Steuerform zu wechseln, bevor die Zusatzsteuer Ihre Belastung deutlich erhöht.
Wie kann man aus KATA austreten?
Der Austritt wird bei der NAV (die ungarische Steuerbehörde) gemeldet. Wichtig zu wissen:
- Der Austritt wird ab dem ersten Tag des auf die Meldung folgenden Monats wirksam (die genauen Fristen sollten Sie immer anhand der aktuellen NAV-Information prüfen).
- Nach dem Austritt können Sie für eine bestimmte Zeit KATA nicht erneut wählen — das begrenzt einen rein taktisch motivierten Hin- und Herwechsel zwischen den Formen.
- Gleichzeitig mit dem Austritt müssen Sie entscheiden, unter welcher Steuerform Sie weiterarbeiten (Pauschalsteuer oder VSZJA — unternehmerische Einkommensteuer) — das geschieht nicht automatisch, Sie müssen selbst wählen, und diese Wahl hat ihre eigenen Voraussetzungen (z. B. die mit der Pauschalsteuer verbundene Umsatzgrenze, der Tätigkeitsbereich).
Worauf Sie vor dem Austritt achten sollten
- Betrachten Sie alle drei Steuerformen für denselben Zeitraum — mit dem Penzum-Rechner können Sie vergleichen, wie hoch Ihre Belastung bei KATA, Pauschalsteuer und VSZJA für denselben erwarteten Umsatz wäre.
- Berücksichtigen Sie Ihren Tätigkeitsbereich — nicht jede Tätigkeit ist für Pauschalsteuer oder KATA berechtigt; prüfen Sie, ob Sie dieselbe Arbeit auch in der neuen Form fortsetzen können.
- Rechnen Sie mit einem höheren Verwaltungsaufwand — KATA erfordert den geringsten Verwaltungsaufwand; wechseln Sie zu Pauschalsteuer oder VSZJA, müssen Sie mit mehr Aufzeichnungspflichten rechnen.
- Entscheiden Sie nicht in letzter Minute — nähern Sie sich der Umsatzgrenze, sollten Sie die Entscheidung Wochen im Voraus treffen, nicht erst, wenn die Zusatzsteuer bereits fällig ist.
Penzum hilft bei der Entscheidung
Der Steuerrechner von Penzum unterstützt alle drei Steuerformen (KATA, Pauschalsteuer, VSZJA), sodass Sie an einem Ort vergleichen können, welche zu Ihrem Umsatzniveau und Ihrer Tätigkeit passt. Der AAM-Tracker und der Pflichtenkalender helfen zudem dabei, rechtzeitig zu erkennen, wenn Sie sich einer wichtigen Grenze nähern.
Sind Sie sich beim Wechsel unsicher? In der Penzum-Hilfe finden Sie ausführlichere Informationen zum Ablauf eines Steuerformwechsels. (genauer Link wird noch geprüft und ergänzt)